Friedenspädagogik

Mit Ruhe und Geduld zu friedlichen Lösungen

Das friedliche Miteinander zu fördern liegt uns besonders am Herzen. Daher empfiehlt es sich von Anbeginn auf Prävention zu setzen. Wenn alle Stricke reißen ist anschließend immer noch ein gespräch die beste Lösung, um die Gewalt im Keim zu ersticken. Diskussionen müssen und dürfen sein, um so herauszufinden, woher das Gewaltpotenzial stammt, was es zu bekämpfen gilt. Die Gewalt manifestiert sich dabei bereits in frühen Jahren, findet in der Regel im Elternhaus statt und überträgt sich vom Kindergarten über die Grundschule bis hinein in das hohe Lebensalter. Gewalt kennt keine Grenzen, doch es gilt gegen sie anzutreten, um ein friedliches Miteinander zu gewährleisten. Wenn erste Zeichen von Gewalt auftauchen, sollte mit Geduld und Bedacht agiert werden. Kinder lernen sehr früh sich durchsetzen zu wollen und zu können.

Das alles schafft die Friedenspädagogik:

  • sie entschärft Konflikte
  • sie setzt präventive Zeichen und bietet Lösungen
  • sie unterstützt Opfer und hilft bei Bewältigungen
  • sie sorgt für ein entspanntes Miteinander

Vieles was fürsorgliche Eltern dabei als Gewalt empfinden ist nichts anderes als pure Rebellion des Kindes, um herauszufinden welchen Platz es einnehmen kann und wo Grenzen liegen. Hier sollte dennoch dem Kind von Anbeginn klar gemacht werden, was solch ein Verhalten auslösen kann. Für spätere soziale und gefestigte Kontakte sollte hier nicht fahrlässig gehandelt werden, denn aus kleinen Wutausbrüchen werden schnell im späteren Alter schwere Gewaltexzesse. Spätestens in der Schulzeit muss daher die Friedenspädagogik auf den Plan gerufen werden.

Gegen Mobbing auf dem Pausenhof

Bei der Friedenspädagogik dreht sich nicht nur alles um die Prävention von Gewalt, sie versucht auch zu schlichten. Mit Ruhe und Geduld gelingt es auf diese Weise Kinder zu erreichen und ihnen zu vermitteln, dass es bessere Wege gibt, um die eigenen Wünsche äußern zu wollen oder Konflikte austragen zu können. Ein Kind das bereits frühzeitig lernt, dass es mit Worten kämpfen kann, wird später im Leben geschicktere Lösungen finden, um durch Konflikte zu manövrieren. Die Friedenspädagogik setzt aber auch dort an, wo eine Diskussion zunächst unmöglich erscheint. Kämpfe unter Schülern die zunächst als Spaß beginnen, werden in kürzester Zeit zu schweren Gefechten. Die Friedenspädagogik setzt sich intensiv mit solchen Gewaltmomenten auseinander. Ein weiteres, wichtiges Thema stellt das Mobbing dar. Ob während oder nach der Schulzeit: Immer mehr Kinder sind Opfer von sogenannten Mobbing-Attacken. Das Mobbing führt soweit, dass Schüler sich nicht mehr trauen ihren Heimweg antreten zu können oder in den schulischen Leistungen stark abfallen. Damit dieser Schritt umgangen wird und das Kind von Anbeginn aufgefangen wird, eignet sich die Friedenspädagogik.

Achtung: Wenn Sie als Elternteil oder Elternbeirat sowie Lehrkraft an das Wohlergehen der Kinder in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen interessiert sind, lohnt es sich von Anbeginn über die Einsetzung der Friedenspädagogik nachzudenken. Zahlreiche Adressen im Netz vermitteln Psychologen oder bieten Schulungen für entsprechende Ansätze.